Die Arbeit der Offenen Türen in Deutschland
Profil und Angebot der Offenen Tür ErlangenDie „Offenen Türen" sind niederschwellig konzipierte, kirchliche Einrichtungen mit einem psychologischen und seelsorglichen Beratungs- und Begleitungsangebot. Das Selbstverständnis wurde auf dem Bundestreffen der „Offenen Türen" im Jahre 2000 verfasst und nennt die gemeinsamen Grundlagen.
Geschichte und Rahmenbedingungen
Die „Offenen Türen" in Deutschland sind Anfang der 50er-Jahre durch Initiative katholischer Ordensleute im Zentrum größerer Städte entstanden und waren oft mit der Entstehung und Entwicklung der Telefonseelsorge verbunden. Die Idee war, Menschen in der pluralen Großstadtlandschaft Räume anzubieten zur theologischen Bildung und Diskussion, zu Gebet und Meditation und vor allem zum persönlichen Gespräch mit Seelsorgern und Fachleuten anderer Professionalität.
Bis in die jüngste Zeit gibt es immer wieder Neugründungen als Antwort der Kirchen auf die aktuellen Bedürfnisse der Menschen im städtischen Milieu. Je nach den lokalen Voraussetzungen und Standortbedingungen im psychosozialen Bereich und im Bereich der Kirchen prägt sich das Angebot unterschiedlich aus. Verschiedene berufliche Qualifikationen der Mitarbeitenden in einer Stelle ermöglichen ein fachlich breites Spektrum und führen zu unterschiedlichen Akzentsetzungen.
Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu erleichtern, wählt man bis heute für diese Art kirchlicher Präsenz Orte in der belebten Innenstadt. Die Ratsuchenden werden in einem offenen Bereich empfangen und können in geschützten Beratungszimmern vertrauliche Gespräche führen. „Offene Türen" gibt es in katholischer, evangelischer und ökumenischer Trägerschaft.
Aufgaben
Die „Offenen Türen" bieten im persönlichen Gespräch Beratung, Krisenbegleitung und Seelsorge für Menschen in sozialen, seelischen und religiösen Nöten an. Dabei sind die Berater der Würde des einzelnen Menschen verpflichtet, unterstützen dessen selbstverantwortliche Kräfte und wo die Würde bedroht ist, ergreifen sie auch Partei.
Als Aufgabenschwerpunkte haben sich herausgebildet:
- Beratung in akuten Krisen und Konfliktsituationen
- Abklärung von Problemen und gegebenenfalls
Weiterempfehlung an spezifische Beratungseinrichtungen.
- Weiterführende psychologische Beratung
- Begleitung bei lang anhaltenden Belastungen
- Seelsorgliche und geistliche Begleitung
Informationen über kirchliche, soziale und therapeutische Einrichtungen. Dadurch wirken die „Offenen Türen" mit an der Erfüllung des diakonischen und seelsorglichen Auftrags der Kirchen und leisten einen Beitrag für die psychosoziale Versorgung der Menschen. Sie sind sowohl im Bereich Beratung als auch in der Seelsorge der Kirchen verankert.
Aktuelles
21. Mai 2012
"Riskante Jahre" - Eine Lesung mit Prof. Dr. Ralph Dawirs, Erlangen
15. Mai 2012
Nächste Vernissage
20. November 2011
Erzbischof Schick: „Jeder Mensch hat Wert und Würde. Wir dürfen nicht verwahrlosen.“
09. November 2011
